Sophie von Kessel: Olympias Augen
Ein Rabe, der um Mitternacht an die Tür klopft und beständig »Nimmermehr!« krächzt, ein unheilvoller Sandmann, der unartigen Kindern nachts Sand in die Augen streut, auf dass ihnen die Augen herausfallen, ein Knabe, der im Moor durch wimmelnden Heiderauch hetzt: Die Werke der sogenannten »Schauerromantik«“ widmen sich mit Wollust der Kehrseite der menschlichen Existenz und jagen uns noch heute wohlige Schauer über den Rücken.
Tauchen Sie mit Sophie von Kessel und Texten von E.T.A. Hofmann, E.A. Poe, Mary Shelley und anderen ein in erotisch-sensitive Figuren, schaurig-dämonische Charaktere und fantastische Phänomene, die eingebettet sind in unheimliche Naturerscheinungen.
Isabel Lhotzky (Klavier) hat dazu verspukte, geheimnisvoll anmutende Musikstücke von Franz Schubert, Claude Debussy, Ludwig van Beethoven, Dmitri Schostakowitsch, Modest Mussorgsky, George Gershwin und Frédéric Chopin ausgesucht, die im Zusammenspiel mit der Cellistin Maria Friedrich eine ganz eigene Atmosphäre schaffen.
Freuen Sie sich auf ein musikalisch-literarisches Schwelgen in Schaurigem, Gespenstischem – leidenschaftlich erzählt und vergnüglich gelesen von Sophie von Kessel.
Sophie von Kessel ist den Münchnern seit ihrer über 20jährigen Zugehörigkeit zu den Ensembles der Münchner Kammerspiele und des Residenztheaters in bleibender Erinnerung, wo sie in Inszenierungen der damaligen Hausherrn Dieter Dorn und Martin Kušej ebenso brillierte wie als Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen. Am Wiener Burgtheater beeindruckte sie in zahlreichen Titelrollen und ist seit Mitte der 1990er Jahre auch in Kino und Fernsehen präsent, wo sie mittlerweile in fast 100 Filmen mitgewirkt hat.
IsabelLhotzky (Klavier) ist als Kammermusikpartnerin bei zahlreichen Klassik-Festivals zu Gast, doch auch Jazz, Folklore und Pop gehören zu ihrem Repertoire. Seit 2009 hat die vielseitige Pianistin die künstlerische Leitung des Kammermusikfestivals Oberhaching inne, wo sie in musikalischen Lesungen Schauspielern wie Dominic Raacke, Udo Wachtveitl oder Brigitte Hobmeier ein kongenialer Partner ist.
MariaFriedrich (Cello) ist in verschiedensten musikalischen Genres zu Hause. Neben Klassik spielt sie sehr gerne auch Jazz, Blues, Bossa Nova, Folk und viele andere Stilrichtungen. Als Mitglied von »Salut Salon« geht sie regelmäßig auf Tour und improvisiert mit ihrem Trio »gruberich« eigene Stücke auf unnachahmliche Weise und »unschubladisierbar«.
Textkomposition: Tristan Berger
Foto: Christian Schoppe
In Zusammenarbeit mit:

Kat. I 49,00 €
Kat. II 39,00 €
Ermäßigte Tickets (50%) erhalten Schwerbehinderte ab GdB 50 gegen Vorlage des Nachweises an der Abend- und Tageskasse im Münchner Künstlerhaus.
Ermäßigte Tickets (50%) für Schüler und Studierende sind nur an der Abendkasse erhältlich (nach Verfügbarkeit).
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