Franziska Walser und Edgar Selge sprechen Rilkes Duineser Elegien

Vortrag, Samstag, 28.01.2023, 19.30 Uhr, Festsaal

Wort & Musik

Jeder Engel ist schrecklich

Freie Rezitation

Die berühmtesten Verse der „Duineser Elegien" hat Rilke gehört, bevor er sie schrieb. Nach eigener Aussage bekam er den Anfang seines großen Gedichts von einer fremden Stimme diktiert. Im Januar 1912 war er Gast der Fürstin Marie von Thurn und Taxis in deren Schloss an der Adriaküste. Ein Spaziergang führte ihn auf einen schmalen Weg über Felsen, die mehr als 60 m steil ins Meer abfielen. Da war ihm plötzlich „als ob im Brausen des Sturmes eine Stimme ihm zugerufen hätte: ‚Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen?' Lauschend blieb er stehen. ‚Was ist das?', flüsterte er halblaut, ‚was ist es, was kommt?'" Es kam – noch am selben Tag – die ganze erste Elegie, kurz darauf erfolgte die Niederschrift der zweiten. Dann aber häuften sich wiederkehrende Phasen einer Schreibkrise. Insgesamt zehn Jahre lang kämpfte Rilke um die Vollendung der Elegien. Sie gelang Anfang Februar 1922 in einer Art Inspirationsrausch an seinem letzten Lebensort, Schloss Muzot im Wallis.
Rilke selbst hat wiederholt betont, dass die Gedichte erst im lauten Sprechen da sind. Sie müssen zum Klangkörper, zum Klangereignis werden; nur im Vollzug des Sprechens und für die Dauer dieses Sprechens ersteht der ‚Tempel im Gehör', der von allen geteilt wird. (Manfred Koch)

Franziska Walser und Edgar Selge teilen verschwenderisch.
Rilkes Werk gehört zum unfasslich Schönsten, inhaltlich Komplexesten, was Lyrik hervorgebracht hat. Das Schauspielerpaar besitzt die unvergleichliche Fähigkeit, den Versen Stimme zu geben und sie – für Kopf und Herz – begreifbar und zu einem unvergleichlichen Ereignis von Rhythmus und Klang zu machen.

„Die Rezitation der beiden ist nicht das Nächste und Einfachste, sie ist vielmehr das Schwierigste und Äußerste: das große Abenteuer, ein Stück einzigartig gestalteter Sprache noch einmal zum Schmelzen zu bringen ..." (Süddeutsche Zeitung)

Ca. 90 Minuten ohne Pause

 

Veranstalter: Münchner Künstlerhaus in Kooperation mit Stück&Werke (www.stueckundwerke.de)

 


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