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Gauklerball

Die bisherigen Themen des Gauklerballs

2016: Gaukler im Weltall

2015: Gaukler in Versailles

2014: Gaukler im Wilden Westen

2013: Gaukler im OpernRausch

2012: Gaukler mit FLOWER POWER

2011: Gaukler im TIERischen Vergnügen

2010: Gaukler in Indien 

2009: Gaukler auf dem Olymp 

2008: Gaukler in Hollywood 

2007: Gaukler in Venedig 

2006: Gaukler im Paradies 

2005: Gaukler in der Alhambra 

2004: Gaukler in St. Petersburg 

2003: Gaukler auf dem orientalischen Bazar 

2001/2: Jahrmarkt der Phantasie

Das grandiose Münchner Kostümfest mit Tradition


Gauklerball am 03. Februar 2017: Die Gaukler in der Welt der Märchen


Vor mehr als einem Jahrhundert erweckte die Künstlergesellschaft Allotria mit ihrem fantasievoll inszenierten Arkadienfest die Antike im Isar-Athen zu neuem Leben und lockte über 2000 Besucher aus Petersburg bis London an. Das grandiose Kostümfest war der markante Auftakt der langen und bewegten Festtradition des Münchner Künstlerhauses, die Anfang des letzten Jahrhunderts mit Feiern zu klangvollen Namen wie Karl V. und Don Juan weitere Höhepunkte fand.

Um den großen Festen der Malerfürsten etwas entgegenzusetzen, erfanden junge Münchner Künstler bald den „Gauklertag“, den der von Studenten und Professoren der Münchner Kunstakademie gegründete Gauklerverein erstmals 1904 im Schwabinger Brauereifestsaal veranstaltete.

Nach dem Ersten Weltkrieg führte man die Gauklerbälle im Löwenbräukeller fort. „Die Gaukler sollen leben“, endet ein Geburtstagsgruß, den der Journalist Hermann Roth, Vater des Schriftstellers Eugen Roth, 1924 zum 20-jährigen Bestehen des Gauklervereins aus dem Künstlerhaus nach Schwabing schickte. Jahrelang war der Höhepunkt der Feste ein mitternächtlicher Auftritt von Artisten aus dem Zirkus Krone, wofür Zirkusdirektor Karl Krone 1931 belohnt wurde: Man ernannte ihn zum Ehrengaukler. Eindrucksvolle Zeugnisse der Gauklerzeit sind Einladungen mit Zeichnungen z. B. von Karl Arnold, Richard Klein, Albert Allmann, Rolf Winkler und Fritz Berz.

Nach 1945 war der Gauklerball nur noch Erinnerung – es blieb bei einem einmaligen Wiederbelebungsversuch zur 800-Jahr-Feier Münchens durch die Allotrianer Gerhard Winkler und Peter Grassinger. Erst 1983 wurde auf Initiative des Goldschmieds Albrecht Haiden, der als ehemaliger Faschingsprinz eng mit der Narrhalla verbunden war, im Deutschen Theater der Gauklerball wiedereingeführt und hielt sich einige Jahre lang als ein Glanzpunkt der Münchner Faschingssaison – bis wirtschaftliche Einbrüche und ein kurzzeitiges Verbot aller Faschingsveranstaltungen wegen der ersten Irakkrise 1991 dem bunten Treiben ein Ende setzten.

Als früherer Gaukler und Vorstand des Münchner Künstlerhauses griff Peter Grassinger 2001 mit seiner Frau Maja die Idee des Gauklerballs wieder auf und gab sie dem einfallsreichen künstlerischen Team, den Freunden und Förderern des Künstlerhauses weiter, so dass es bis heute das schönste Kostümfest Münchens ist.


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